Gründung
Am 9. April 1907 fast ausschließlich von der Geschäftsleitung der AOK in Rixdorf, wie der größte Verwaltungsbezirk damals noch hieß. Die AOK wollte ein Verwaltungsgebäude errichten und gleichzeitig Wohnungen bauen, um die Mietskasernen jener Jahre durch gesunde Wohnungen zu ersetzen. Ein Grundstück hatte sie bereits gekauft, aber der Magistratsdezernent verbot der AOK den Wohnungsbau. Da kam ein guter Rat von dem Unterstaatssekretär im Preußischen Gewerbeministerium, Dr. Richter: "Gründen Sie doch eine Genossenschaft und verkaufen dieser den für den Wohnungsbau bestimmten Grundstücksteil." So geschah es. Noch im Jahr der Gründung - 1907 - wurde mit dem Bau der ersten rd. 200 Wohnungen begonnen; sie besaßen bereits Zentralheizung! Dann ging es stetig weiter:

1909 - 1910
Weitere rd. 200 Wohnungen in Rixdorf, das von 1912 an Neukölln heißt und bis 1920 eine selbständige Stadt war.


1911

Eine Bauausstellung der Genossenschaft in Kliems Festsälen machte die Öffentlichkeit mit dem Plan bekannt, eine Siedlung in Britz zu errichten, Geschosswohnungen und Einfamilienhäuser sollten errichtet werden. Die Ausstellung hatte fast 30.000 Besucher und wurde weit über Berlin hinaus beachtet. Mehr als 1.000 Besucher wurden Mitglied der Genossenschaft.


1912 - 1919

Rund 520 Wohnungen entstanden in Britz; die Bauarbeiten wurden lediglich durch den ersten Weltkrieg unterbrochen.


1929

In Britz entstanden 10 weitere Einfamilienhäuser und in 3-geschossiger Bauweise 330 Wohnungen des bekannten Architekten und Wohnreformers Bruno Taut. Die Erdgeschosswohnungen hatten alle einen Kleingarten.


1931 - 1935

In Britz entstanden weitere 270 Wohnungen.

1938 - 1941
In Mariendorf wurden 345 Wohnungen gebaut. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges besaß die Baugenossenschaft rd. 1.400 Wohnungen.
Davon wurden während des Krieges 1939 bis 1945 mehr als die Hälfte teils zerstört, teils schwer oder weniger schwer beschädigt.


1945 - 1955

Zehn Jahre, die geprägt waren von den großen Anstrengungen zur Beseitigung der Schäden und Wiederaufbau der zerstörten Häuser.


1957 - 1963

Die IDEAL baut wieder. Bis 1963 entstehen insgesamt 696 Wohnungen, davon 137 Wohnungen in Mariendorf, 424 Wohnungen in Buckow und 135 Wohnungen in Marienfelde.

1963 - 1969
Unser Anteil an der Gropiusstadt sind 815 Wohnungen. Darunter befindet sich Berlins höchstes Wohnhaus mit 30 Obergeschossen und 228 Wohnungen. Architekt dieses und weiterer Gebäude: Prof. Walter Gropius.


1969 - 1972

Eine Hochphase des Bauens. Weitere 615 Wohnungen entstehen in Lichtenrade.

1970
Das "Haus Brandenburg" in Rudow mit 119 Seniorenwohnungen ist das erste Gebäude für unsere älteren Mitglieder. Dazu kommt ein "normaler" Wohnblock mit 54 Wohnungen.

1971 - 1977
In diesen Jahren steht verstärkt die Modernisierung unserer Wohnungen im Vordergrund. Fast 1.600 Wohnungen erhalten Zentralheizungen und Warmwasserversorgung. In vielen Fällen werden auch die Bäder modernisiert. Bei dieser umfassenden Sanierung entstanden 1974 mit dem Bau des Heizhauses im Wohnbereich Britz 35 Wohnungen und 53 Garagen im Tiefgeschoß.


1975 - 1976

Zwei weitere Senioren-Wohnhäuser in Rudow mit insgesamt 140 Wohnungen werden bezogen.

1980 - 1982
Der erste Teil des "Wohnparks Britz am Teltowkanal" wird begonnen - es entstehen Gewerbebauten, ein Einkaufszentrum, Räume für Läden und Büros und ein Polizeiabschnitt.


1990 - 1992

In Britz an der Rungiussstraße werden 45 Neubauwohnungen und 23 Tiefgaragenplätze errichtet.


1992 - 1995

In Rudow, an der Groß-Ziethener-Chaussee 146 - 172 und Lößnitzer Weg 36 - 60 werden 89 Wohnungen in 9 Doppelhäusern, 8 Mehrfamilienhäusern und 1 Eckhaus errichtet. Das Grundstück wurde uns vom Land Berlin im Erbbaurecht überlassen.

1995 - 1997
An der Fleischerstraße 76, ebenfalls in Rudow, können 98 Wohnungen in 9 Einzelhäusern bezogen werden. Auch hier wurde uns das Grundstück vom Land Berlin im Erbbaurecht zur Verfügung gestellt. Eine Tiefgarage mit 35 Wageneinstellplätzen gehört dazu.


1997

Erwerb von 93 Wohnungen von der "Stadt und Land" Wohnbautengesellschaft. Hierbei handelt es sich um Bauten aus dem Jahre 1930.


1999

Die Baugenossenschaft IDEAL erwirbt die ihr vom Land Berlin in Erbbaurecht überlassenen Grundstücke Lößnitzer Weg 36 - 60, Fleischerstraße 76 und Groß-Ziethener-Chaussee 146 - 172. Die IDEAL kann dadurch Mieterhöhungen aufgrund stark gestiegener Erbpachtzinsen verhindern.


2000
- 2004
Umfassende Instandsetzung- und Sanierungarbeiten werden durchgeführt. Dabei werden in mehreren Wohnbereichen Fenster, Dächer, Fassaden oder Aufzüge erneuert. Hauseingänge in Lichtenrade werden neugestaltet. Lichtdurchflutet und übersichtlich vermitteln die neuen Eingänge Sicherheit.


2003 - 2007
Energetische Sanierung unserer Objekte in der Gropiusstadt und in der Mareschstr. 13. Die Fassaden wurden neu gedämmt und verputzt, alle Fenster wurden erneuert, die Dächer und die Kellerdecken neu gedämmt.  Die Sanitärleitungen in den Kellern wurde ebenfalls erneuert.

2010 - 2011
Unsere Wohnungen in Lichtenrade erhalten eine umfassende energetische Sanierung. Es sind insgesamt 614 Wohnungen, die zukünftig von Energieeinsparungen profitieren. Wie in der Gropiusstadt wurden die Fenster erneuert, die Fassade, sowie die Dächer und die Kellerdecken neu gedämmt.   

2012
Erwerb von 129 Wohnungen in Lichtenrade. Die angekauften Wohnungen aus der Nahariyastraße 20 - 28 erhalten eine energetische Sanierung und werden farblich an unsere vorhandenen Wohngebäude in Lichtenrade angeglichen.


2013 - 2014

Die Anlage in der Franz-Körner-Straße 40 - 64, die in den 1930er Jahren erbaut wurde, erhielt einen Dachgeschossausbau. Hier entstanden 7 attraktive, neue Wohnungen in verschiedenen Größen mit sonnendurchfluteten Südterrassen. 


2015

Grün und urban – so präsentiert sich unsere neu entstehende Wohnanlage in Buckow. Eingebettet in großzügige Grünflächen entstehen hier 100 Wohnungen. Der Neubau von zwei Tiefgaragen mit insgesamt 245 Stellplätzen verspricht ausreichend Parkmöglichkeiten. Auch die Fassadengestaltung ist Teil des Wohlfühl-Konzeptes: Thema sind die vier Jahreszeiten. Voraussichtlich Ende 2016 ist alles fertig.